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Filipinas - 2019

In September 2019, I joined my good friends Cris, Agu and Martin for a surfing trip to the Philippines – partly because it was halfway to a conference in Japan I was gonna attend, and partly because I would follow those three clowns anywhere.

We've never been away together before, and as it turned out, the four of us have at least three completely different styles of vacationing. A clash that posted challenges at times, but resulted in awesome adventures at others. Equipped without shoes, without clean clothes, and mostly without a plan, I spent ten precious days and nights on the tropical island of Siargao, con mi pandilla española.

This journal is a weird experimental mix of three languages. It's how I wrote it down originally, and I want the online version to be as close to the book as possible. :)

[coming soon! :]

A wave hello

A wave goodbye

Life's a beach

Touch & Go

  • Manila: Foreign but familiar
  • 2. September 2019

"Is that safe?!" Martins Gesichtsausdruck hat etwas urkomisches, als uns der freundliche Polizist am Ausgang von Terminal 4 ein klappriges Motorrad als Transportgelegenheit zum Hotel empfielt. Der Fahrer der Schleuder hat breit grinsend den Motor gestartet und beginnt schon, unser Gepäck aufzuladen. "It doesn't look safe!"

Das ist es natürlich auch nicht, aber zu Fuß durch das nächtliche Manila wäre quasi Selbstmord, soviel gibt uns der Polizeibeamte zu verstehen. Protest ist sowieso zwecklos, als ich meinen chilenischen Arbeitskollegen auf das brummende Zweirad buchsiere. Der Anblick des Verkehrs in Manilas Flughafenviertel sollte auch mir Respekt einflößen, aber der allzusehr vertraute Rausch dieser Großstadt hat mich schon voll im Griff. Martin rutscht auf seinem halben Sitz hinter mir nervös hin und her, als der Fahrer meinen Koffer zwischen seinen Knien einklemmt. Mit einer Hand umklammere ich meinen Rucksack, mit der anderen die Schulter des Filipinos, als dieser unser Gefährt abrupt in den Strom der wild hupenden Fahrzeuge lenkt.

Das Gefühl ist ironischerweise ein bisschen so, als würde man nach einer langen Reise nach Hause kommen. Ich hatte noch nie zuvor Asien besucht, und doch war mir Manila sofort auf eine komische Art so sehr vertraut, schon beim allerersten Schritt durch die großen automatischen Flughafentüren. Die heiße, feuchte, staubige und etwas verrauchte Luft versetzte mich unmittelbar zurück nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas. Die riesige, menschenüberfüllte und erst so furchteinflößende Stadt lehrte mich vor genau fünf Jahren ein paar wichtige Lektionen über das Leben in fremden Ländern: Wie man mit Leuten spricht und sich bewegen muss, um nicht schon von weitem als trotteliger Tourist aufzufallen, und wie man um Preise feilscht. Auch Motorradtaxis gibt es dort in Hülle und Fülle, und meine allererste Fahrt auf einem solchen "Boda Boda" hat sich für alle Zeiten als überragende Erfahrung in mein Gedächtnis eingebrannt.

Der warme Fahrtwind in meinen Haaren entfacht umso mehr den Reise-Enthusiasmus, der mich schon seit den Planungen begleitet. Geschickt steuert unser Fahrer das kleine Motorrad durch das hupende Chaos, dass keinem erkennbaren Muster folgt. Vorbei geht es an kleinen chinesischen Restaurants, und mit Lampions behängten Wägelchen, in denen Fleischspieße auf Grillrosten brutzeln, und die Lichter der Straße in einen rauchigen Dunst hüllen.

Unser Hotel liegt in einer zwielichten Seitenstraße nicht weit vom Flughafen entfernt. Keine "gute" Gegend, aber auch das kann meine Stimmung nicht trüben. Nach dem wir eingecheckt haben, machen wir uns trotz aller Warnungen auf die Suche nach etwas Essbaren. Ein Stück weit die schwarze, schmutzige und mit Schlaglöchern übersähte Straße hinunter finden wir ein winziges chinesisches Restaurant. Im Laden sind eine handvoll Gäste, die bei unserm Eintreten etwas verwundert von ihren Schüsseln aufsehen. Eine englische Speisekarte gibt es nicht, also bestellen wir zweimal "picture three". Wir sind beide Vegetarier – ein Konzept, dass der Bedienung prinzipiell nicht ganz geläufig zu sein scheint. Nachdem sie uns mehrmals versichert, uns Essen ohne Tier zu servieren, bringt sie uns Tofu in Soße, in der verdächtig viel Hackfleisch schwimmt. Es ist eigentlich ganz lecker, und man will ja auch nicht unhöflich sein, sodass sich selbst Langzeitvegetarier Martin tapfer durchbeißt.

Unser Zimmer im Nichols Airport Hotel ist schmucklos, aber zweckmäßig. Den Rest des schon sehr weit fortgeschrittenen Abends verbringen wir gezwungenermaßen mit Arbeiten, denn wir sind für eine IceCube Schicht eingeteilt, die erst morgen endet. Wir haben nur einen Computer dabei, und währrend ich mühseelig und semi-erfolgreich versuche, mich mit dem komplett absurden philippinischen Fernsehprogramm gegen die Müdigkeit zu wehren, die sich auf der langen Reise angestaut hat und mich jetzt mit all ihrer tonnenschweren Brutalität niederschmettert, bestreitet Martin den besseren Teil der Schicht...

... The rest of this journal is coming soon! ...

  • The End
  • 12. September 2019